Makeup

Makeup

26/06/2018

Personalisierung: Make-up trifft auf Diversität

Frauen gemischter ethnischer Herkunft stellen eine wichtige Zielgruppe dar, für die exponentielle Wachstumsraten erwartet werden. Nichtsdestotrotz bleiben die Make-up-Bedürfnisse dieser Konsumentinnen bisher weitgehend unerfüllt. Beim Bestreben von Kosmetikmarken, den vielen verschiedenen Hauttönen innerhalb dieser unterversorgten Gruppe gerecht zu werden, kommt der Verpackung eine Schlüsselrolle zu.

Ein aktueller Bericht des Marktforschers Mintel beleuchtet die Auswirkungen eines wachsenden Multikulturalismus. So führe diese demografische Entwicklung dazu, „dass viele Verbraucherinnen keine passende Kosmetik für ihren Hautton finden könnten. Während Marken schlichtweg damit überfordert seien, die entsprechenden Produkte für jeden einzelnen Hautton anzubieten, könne die Verpackung hier einen wichtigen Beitrag leisten, um diese Lücke zu schließen.‟

Die Millennials machen Druck. Jüngere Generationen wünschen sich maßgeschneiderte Lösungen und scheuen sich nicht davor, diese einzufordern. Personalisierbare Verpackungen stehen vor einem großen Boom: Auf den Regalen des Einzelhandels erscheinen Make-up-Paletten zum individuellen Zusammenstellen, und die Anzahl der Online-Personalisierungsdienste steigt.

Farben in Hülle und Fülle

Größere Kosmetikmarken bringen immer mehr Farbnuancen auf den Markt. Im Fall von Fenty Beauty etwa kann der Konsument aus über 40 Tönen wählen. Damit Verbraucher die gewünschte Farbe leicht identifizieren können, muss die Verpackung bereits im Verkaufsregal für Differenzierung sorgen. Zu diesem Zweck eignen sich Sichtfenster oder transparente Verpackungen, wie etwa Glas. Neben seiner optimalen Kompatibilität mit jeder Formel bietet Glas perfekte Transparenz und damit einen ungetrübten Blick auf den Inhalt. So präsentieren sich die YouWood-Linie und das Flüssig-Foundation-Sortiment der Q-Linie von Quadpack in der Glasflasche, um Kosmetikmarken die Ausrichtung ihres Angebots auf diesen wachsenden Absatzmarkt zu erleichtern.

Alternativ dazu können auch verschiedene Farbkodierungssysteme zur leichteren Identifikation der Produkte beitragen. Scheiben oder Flaschenhälse der entsprechenden Farbe können im letzten Moment in der Abfüllanlage hinzugefügt werden. Lösungen für eine effiziente Farbkodierung sind zum Beispiel Quadpacks Slim Panstick mit abnehmbarem Ring oder der Jumbo Stick mit aufgerasteten Farbscheiben. Auf diese Weise sind Marken dazu in der Lage, ihre Lieferung auf die Umsatzzahlen der Vorwoche abzustimmen und so zeitnah auf die aktuelle Nachfrage zu reagieren.

Kosmetik zum Selbermischen

Konfrontiert mit nahezu unendlich vielen Hauttönen, ziehen es manche Kosmetikmarken vor, dem Kunden Lösungen zum Selbermischen anzubieten. Ein schönes Beispiel dafür sind die sogenannten ‘Shade Adjusting Drops’, die unter anderem von den Marken NYX, The Body Shop, Autograph und MUA auf den Markt gebracht wurden. Mit diesen Tropfen lässt sich die Farbe der Foundation je nach Bedarf verdunkeln, aufhellen oder anderweitig verändern.

Hier steht Funktionalität an erster Stelle. Ansprüche an die Verpackung sind dabei präzise Dosierung und Anwenderfreundlichkeit für ein einfaches Vermischen mit der Kosmetik. Geeignete Lösungen hierfür sind zum Beispiel Pipetten mit Druckknopf oder Sauger sowie flexible, zusammendrückbare Flaschen und Tuben mit Präzisionsapplikator.

Make-up nach Maß

Sämtliche duale oder multifunktionale Verpackungslösungen bieten Anwendern einen gewissen Grad an Personalisierung. Wenn eine größere Farbauswahl gefragt ist, bieten Paletten die richtige Antwort. Derzeit stehen personalisierbare Paletten besonders hoch im Kurs, egal ob für Lippen, Gesichts- oder Augen-Make-up. Wichtig dabei sind leicht austauschbare Einsätze und ein robustes Außenmaterial für langfristigen Gebrauch – natürlich bei unverändert ansprechender Ästhetik.

Kreative Lösungen zum Selbstgestalten gibt es nicht nur für Paletten, sondern auch in Form von modularen Sticks oder stapelbaren Tiegeln. 'The Stack' von Trinny London ist ein gelungenes Beispiel für ein handtaschenfreundliches, personalisierbares Make-up-Sortiment. Die praktische und handliche Lösung mit Gute-Laune-Faktor, die sich auf individuelle Vorlieben und Gewohnheiten abstimmen lässt, wurde auf den Pure Beauty Awards im Mai als sehr empfehlenswert ausgezeichnet.

Gelungene Verpackungsdiversität

Das Angebot einer großen Farbenvielfalt bei der Kosmetik stellt eine Reihe von Anforderungen an die Verpackung. Hier sind smarte Verpackungslösungen gefragt, und zwar nicht nur auf Anwenderseite. Bei modularen Lösungen werden Grundkomponenten für eine bedarfsorientierte Dekoration auf Lager gehalten. Unerlässlich für die von Make-up-Marken erwarteten schnellen Markteinführungszeiten sind intelligente Lagersysteme, die sich zusammen mit der bedarfsorientierten Personalisierung zu einem großen Wachstumsbereich entwickeln.

Modulare Lösungen lassen sich so an unterschiedliche Formeln, Markenauftritte und Positionierungen anpassen und bieten damit eine Flexibilität,die im schnelllebigen Kosmetikmarkt gefragt ist. Wichtig ist auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stakeholdern in der Wertschöpfungskette, vom Formulierer über den Verpacker bis hin zum Abfüller. Was die Industrie von den Millennials lernen kann: durch Teamwork gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Diversität bei Make-up ist so ein Ziel, wofür es sich für die verschiedenen Akteure der Kosmetikindustrie lohnt, näher zusammenzurücken.

– Sonia Cerato, Make-Up Category Managerin von Quadpack

Type image Type video Logo linkedin Logo instagram Go to