24/08/2021

Hautpflege trifft auf Farbe

Ein wachsendes Umweltbewusstsein und neue Konsummuster beschleunigen den Vormarsch von Multitasking-Produkten auf dem globalen Beauty-Markt

Weniger ist mehr: Dieses Motto ist schon seit einiger Zeit auch in der Hautpflege angekommen. Jetzt wird der All-in-One-Trend durch vereinfachte und nachhaltige Schönheitsroutinen befeuert, die bei aktuellen Produktlancierungen im Bereich von Make-up dominieren. Nach einem schwierigen Jahr werten Marken Farbkosmetika mit zusätzlichen hautpflegenden Eigenschaften auf und läuten damit ein neues Zeitalter für Foundation-Seren, feuchtigkeitsspendende Lipgloss-Balms und strahlkraftfördernde Gesichtsöle ein.

„Dies ist die natürliche Fortsetzung einer Entwicklung, die vor vielen Jahren mit BB- und CC-Cremes begonnen hat”, weiß Marcia Bardauil, Market Insights Lead von Quadpack. Der ‘Clean Beauty’-Boom brachte neue Elemente auf den Tisch und verlagerte den Schwerpunkt auf effiziente und nachhaltige Formulationen. Multitasking-Produkte mit Mehrfachnutzen verkürzen nicht nur die Beauty-Routine, sondern auch die Einkaufsliste, was letztendlich der Natur zugutekommt.

Trendtreiber hinter diesem minimalistischen Ansatz sind laut Margaux Caron, Global Color Cosmetics Analystin bei Mintel, schrumpfende Budgets, ein steigendes Interesse an ‘Clean Beauty’ und ein wachsendes Umweltbewusstsein. Moderne Verbraucher bevorzugen Produkte mit transparenter Kommunikation, einem guten Preis-Leistungsverhältnis und einem ökologischen Markenauftritt. „Hybride Schönheitsprodukte mit überschaubarer Zutatenliste und vielfältigem Nutzen liefern hier die perfekte Antwort“, so die Expertin.

Gesundheit und Wohlbefinden sind infolge der Corona-Pandemie stärker in den Fokus gerückt. Verbraucher wünschen sich Produkte, die nicht nur einen kosmetischen Soforteffekt versprechen, sondern das Erscheinungsbild der Haut auch nachhaltig verbessern. „Kunden sind anspruchsvoller geworden und möchten sinnvoller einkaufen. Das Konsumverhalten hat sich durch krisenbedingte Einschnitte und einem daraus resultierenden gesteigerten Kostenbewusstsein verändert. Wenn sich Verbraucher zwischen zwei Produkten entscheiden müssen, wählen sie das mit den meisten Vorteilen für ihre Haut”, erklärt Bardauil.

Das umweltbewusste (Um-)Denken wird durch neue Vorschriften und Richtlinien wie dem europäischen Green Deal verstärkt, die ökologisch-ethische Vorstöße von Unternehmen vorantreiben und zur Norm machen werden. Wir befinden uns auf dem Weg in eine Zukunft, in der langsamer und bewusster konsumiert wird. Verbraucher legen immer mehr Wert auf Schönheitsprodukte, die nicht nur der Haut, sondern auch der Umwelt guttun.