In 5 Schritten zum richtigen Applikator
Ob das Auftragen von flüssigem Make-up gelingt, hängt nicht zuletzt vom Applikator ab. Der sorgt nämlich dafür, dass die richtige Menge an Kosmetik an der gewünschten Stelle aufgetragen wird, und zwar so, dass das Schminkergebnis aussieht, wie angepriesen. Außerdem verbessert er den Anwendungskomfort und bietet Marken die Möglichkeit, die neuesten Trends zu bedienen. Am häufigsten zum Einsatz kommen Make-up-Pinsel, Mascara- und Brauenbürstchen sowie beflockte Schaumstoff-Applikatoren, wahlweise mit abgeschrägtem Aufsatz oder Schwämmchen in Pfeil-, Spachtel- bzw. Blattform. Aber auch weniger konventionelle Materialien und Formen, wie etwa Applikatoren aus Keramik oder mit floralen Designs, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die überwältigende Vielfalt an verfügbaren Optionen macht die Wahl des richtigen Produkts zu einer regelrechten Herausforderung. Orientierungshilfe bietet hier Quadpacks Applikator-Expertin Mateia Crippa, die uns Schritt für Schritt durch den Entscheidungsprozess führt. 1. Wo wird das Make-up aufgetragen? Das erste Kriterium für die Wahl des richtigen Tools ist das Anwendungsgebiet. Ein Applikator für Augenkosmetik zum Beispiel sollte weich und zart sein, damit die Farbe behutsam auf die empfindlichen Augenlider aufgetragen werden kann. Für eine möglichst fehlerfreie Applikation von Lippenprodukten wie etwa Flüssiglippenstiften sind höchste Präzision und eine fehlerfreie Anwendung gefragt. Bei Lipgloss hingegen geht es darum, eine große Menge an Kosmetik aufzutragen, um die natürliche Schönheit der Lippen zu betonen. Für Gesichts-Make-up schließlich wird ein Applikator benötigt, der ein großflächiges Arbeiten ermöglicht und gleichzeitig sanft, flexibel und angenehm in der Anwendung ist. 2. Welche Art von Kosmetik soll aufgetragen werden? Auch die Art der Kosmetik spielt eine wichtige Rolle, denn Material und Form des Applikators müssen mit den spezifischen Eigenschaften der Formulation kompatibel sein. Ausschlaggebend sind vor allem Viskosität und Grad der Abdeckung. So sind für Flüssig-Concealer in der Regel weiche, beflockte Spitzen, welche die richtige Menge an Farbe punktgenau auftragen, die ideale Wahl. Ein glitzernder Lipgloss verlangt seinerseits nach Flexibilität, Geschmeidigkeit und einem größeren Speichervermögen des Schwämmchens. Cremige Formulationen mit hoher Abdeckung wie etwa Flüssiglippenstifte erfordern die perfekte Balance zwischen Speichervermögen und Präzision, damit die Anwendung möglichst patzerfrei über die Bühne geht. Auf diese letzten beiden Kriterien werden wir in den nächsten Schritten näher eingehen. 3. Wie viel Kosmetik sollte abgegeben werden? Größe und Form des Applikators bestimmen die abgegebene Menge an Kosmetik. Im Fall des Bestsellers mit abgeschrägter Spitze gilt: Je größer die Spitze, desto größer ist auch ihr Speichervermögen. Manche Applikatoren verfügen über ein oder mehrere Reservoirs, um eine größere Produktmenge zu speichern und abzugeben. Diese Lösung bietet sich auch für dickflüssigen Lipgloss an, der höher dosiert werden muss, um eine vollständige Abdeckung in nur einem Zug zu erreichen. Mit einem Reservoir wird vermieden, dass der Applikator zwischendurch abgesetzt und erneut in den Kosmetikvorrat eingetaucht werden muss. Für Flüssig-Concealer eignen sich beflockte Applikatoren mit einem kleinen Reservoir in der Spitze, um spezifische Bereiche gezielt bearbeiten zu können. Wichtig dabei: Der Applikator und der Abstreifer an der Flaschen- oder Tubenöffnung funktionieren im Tandem, um die richtige Menge an Kosmetik aufzunehmen. 4. Wie präzise muss das Ergebnis sein? Um den erwünschten Make-up-Look zu erzielen, muss der Applikator so beschaffen sein, dass eine präzise und kontrollierte Anwendung möglich ist. Da Flüssig-Eyeliner in einer perfekten, feinen Linie aufgetragen wird, hat er in der Regel einen Applikator mit dünner und spitz zulaufender Spitze, der eine präzise Anwendung ermöglicht, ohne das Augenlid zu verletzen. Generell gilt: Feste Applikatoren, insbesondere mit längerem Stab, lassen sich besser führen und erlauben einen definierteren Farbauftrag, während sich das Make-up mit flexiblen Tools besser verblenden und schattieren lässt. Jedoch sind beflockte Applikatoren auch als feste, aber runde Aufsätze verfügbar, die sich nicht für das Konturieren der Lippen eignen. Auf der anderen Seite bieten halbstarre Modelle mit einem spitzen Applikatoren hohe Definition und Kontrolle. Der Applikator sollte also immer sorgfältig auf die Kosmetik abgestimmt sein, vor allem dann, wenn diese eine hohe Deckkraft besitzt. 5. Wie sollte sich der Applikator anfühlen? Das sensorische Erlebnis beim Schminken hängt von der Textur und Geschmeidigkeit des Applikators ab. Letztendlich geht es bei Beauty-Produkten darum, sich gut und damit schön zu fühlen. So erweckt ein sehr weicher Applikator den Eindruck, dass die Haut in eine hauchdünne, streichelzarte Flüssigkosmetik gehüllt wird. Besonders wichtig ist dies beim Schminken empfindlicher Hautpartien wie der Augenkontur. Beflockte Applikatoren sind die softeste Variante, während Make-up-Pinsel sowohl mit weichen als auch sehr festen Haaren erhältlich sind. Durch bestimmte Materialien kann die Kosmetik weiter aufgewertet werden. Applikatoren aus Metall und Keramik etwa sorgen für einen kühlenden, massierenden oder sogar abschwellenden Effekt. Die Vielseitigkeit von Silikon wiederum ermöglicht spezielle Designs, mit denen sich völlig neue sensorische Erfahrungen erzielen lassen. Letztendlich steht und fällt das Nutzererlebnis beim Schminken mit dem richtigen Applikator. Dieser sollte sich leicht und bequem anwenden lassen und Verbrauchern das Gefühl vermitteln, echte Make-up-Profis zu sein. Kurzum: Das richtige Werkzeug kann die Beauty-Routine in ein sinnliches Selbstpflege-Ritual verwandeln. Möchten Sie professionell beraten werden, um den perfekten Applikator für Ihr Produkt zu finden? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Quadpack-Vertriebspartner.Für Flüssigkosmetika sind Verpackungen mit integriertem Applikator sehr gefragt, doch das Angebot ist riesig. Quadpack hilft bei der Auswahl des richtigen Tools





