Positive Impact

26/02/2025

„Das Nutzererlebnis fängt mit der Verpackung an“

Als neue Leiterin des Creative Hub von Quadpack ist Paula Cardoso dafür verantwortlich, Innovationen mit Mehrwert zu entwickeln

Mit der Ernennung von Paula Cardoso an die Spitze des Creative Hub nimmt Innovation bei Quadpack einen zentralen Stellenwert ein. Als Designingenieurin mit einem PhD in nutzerorientierter Produktinnovation bereichert sie das Team von Quadpack durch ihr einschlägiges Branchenwissen. Innovation zieht sich wie ein roter Faden durch Cardosos berufliche Laufbahn mit Schlüsselpositionen bei Chanel und zuletzt L‘Oréal. Hier erklärt sie ihre Rolle bei der Gestaltung eines Innovationsprozesses für maximalen Mehrwert, der nicht nur Quadpack und den Kunden des Verpackungsanbieters, sondern auch den EndbenutzerInnen und nicht zuletzt der Umwelt zugutekommt.

Welche Aufgaben fallen in Ihre Verantwortung als Head of Product Innovation?

Ich leite und verwalte den Creative Hub von Quadpack, der für Produktinnovation zuständig ist. In diesem Rahmen beschäftigen wir uns insbesondere damit, wie sich unsere Produkte letztendlich in den Händen der Endbenutzer ‘anfühlen’ – und genau hier kommt mein beruflicher und akademischer Hintergrund mit ins Spiel. Zur Abstimmung unserer Innovationen auf die Bedürfnisse und Ziele der Benutzer haben wir spezifische Prozesse entwickelt, um wertvolle Inputs aus verschiedenen Quellen zu sammeln. Dazu gehören die Marktforschungsergebnisse des Category Teams, industrielle Daten der Ingenieure, kreative Beiträge unserer Designer und Innovationspartner sowie direktes Feedback unserer Kunden. Im Verlauf des Jahres arbeiten wir an vier verschiedenen Innovationswellen mit vierteljährlich wechselndem Fokus auf spezifische Gebiete.

An welcher Stelle und auf welche Weise werden Marken in diesen Prozess mit eingebunden?

Es gibt zwei Berührungspunkte, über die sich Marken einbringen können. Zu Beginn des Prozesses stellen uns die verschiedenen Vertriebsteams wertvolle Informationen über die Wünsche, Bedürfnisse und Belange ihrer Kunden und die Reaktionen der Endverbraucher zur Verfügung. Außerdem richten wir Innovationstage aus, bei denen wir neue Konzepte vorstellen, um direktes Feedback von Marken zu erhalten. Dadurch sind wir in der Lage, unsere Produktentwicklung an die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche von Kunden und Verbrauchern anzupassen.

Dabei fragen wir Marken gezielt nach Überlegungen zu nachhaltigen Materialien, Dosiermethoden, Abfüllverfahren, Kompatibilität mit der Kosmetik, Personalisierbarkeit und natürlich der Benutzererfahrung: Wirkt sich die Verpackung positiv auf die Funktion des Produkts aus? Die Verpackung dient nämlich nicht nur der Differenzierung, sondern sie sollte zusammen mit ihrem Inhalt eine stimmige Einheit bilden, um die erwünschte Benutzererfahrung erlebbar zu machen.

Was macht eine ‘typische’ Innovation von Quadpack aus?

Auf den Punkt gebracht erfüllen unsere Produktneuentwicklungen vier Kriterien: Attraktivität, Benutzerfreundlichkeit, Mehrwert und intelligentes Design, und zwar auf der Grundlage von nachhaltigen Kriterien. Daraus folgt, dass alle unsere Lösungen recyclingfähig, nachfüllbar oder biologisch abbaubar sein müssen.

  Unter Attraktivität verstehen wir, dass sich ein Produkt durch seine Ästhetik positiv abhebt. Unsere Lösungen sind so gestaltet, dass sie gerne weiterverwendet werden, auch wenn ihr Inhalt aufgebraucht ist.

  Zu Benutzerfreundlichkeit zählen verschiedene Aspekte. Nachfüllbare Produkte machen nur dann Sinn, wenn die Wiederbefüllung mühelos über die Bühne geht. Möglichst wenig Kopfzerbrechen sollte auch die Hautpflegeroutine bereiten. Immer beliebter werden einfache Rituale mit weniger Pflegeschritten, die ein Umdenken beim Verpackungsdesign nötig machen: Zunehmend gefragt sind Verpackungen, die das Leben von Verbraucherinnen und Verbrauchern erleichtern.

  Alle Innovationen von Quadpack zeichnen sich zudem durch ihren Mehrwert aus, den sie Kunden und Verbrauchern mit speziellen Applikatoren, intelligenten Dosiersystemen, zuverlässigem Produktschutz, modularem Design oder umfangreichen Dekorationsmöglichkeiten bieten. Dabei geht es neben der Kompatibilität mit der Kosmetik auch um das Benutzererlebnis und die Optimierung von Prozessen, sowohl für die Herstellung als auch für die Entsorgung am Ende des Produktlebenszyklus.

  Intelligentes Design schließlich zielt auf eine modulare Bauweise mit einem hohen Grad an Personalisierung ab. Wir versuchen, unseren Kunden eine möglichst breite Auswahl an Verpackungsoptionen mit kurzen Markteinführungszeiten anzubieten, die sich trotzdem völlig einzigartig anfühlen.

Können Sie uns dazu einige Beispiele geben?

Im vergangenen Jahr brachte der Creative Hub eine ganze Reihe von kreativen Innovationen hervor. Eindrucksvolle Beispiele hierfür sind eine Droppertube mit patentierter Flusskontrollscheibe namens Wanderer oder ShapeUp, unsere neue Plattform für personalisierte Dosierung, ermöglicht durch einen exklusiven, kundenspezifischen Tubenaufsatz. Und erst kürzlich haben wir die Dropify-Flasche eingeführt, unsere neue Pipetten-Lösung für eine kontrollierte Anwendung. Natürlich haben wir noch weitere aufregende Innovationen in unserer Pipeline. Bleiben Sie also am Ball!

Können Sie uns mehr über die geplanten Innovationswellen für dieses Jahr verraten?

Pro Quartal steht jeweils eine Innovationswelle an. Derzeit beschäftigen wir uns mit Verpackungslösungen, die aktuelle Beauty-Trends für 2025–2026 aufgreifen. Dabei geht es um Themen wie natürlich schönes Altern, Vintage-Ästhetik, sensorische Kosmetik oder neue Formulationen mit geleeartigen Texturen. Was alle gemeinsam haben, ist ein gewisser Wow-Effekt, der EndverbraucherInnen begeistert und an die Marke bindet.

Danach wird sich unsere zweite Innovationswelle mit neuen Nutzererlebnissen befassen. Im dritten Quartal möchten wir über den Ansatz einer möglichst geringen Umweltbelastung hinausgehen, um Verpackungslösungen mit positiver Ökobilanz zu entwickeln. Zum Jahresende werden wir unser Augenmerk dann auf ressourcenschonende Innovationen lenken, ganz nach dem Beispiel von ShapeUp, einer Lösung, die Personalisierung erschwinglich macht.

Inwiefern haben sich Innovationsprozesse in der Kosmetikverpackungsindustrie verändert?

Während meiner Zeit bei Chanel vor über zehn Jahren stand die Verpackung voll und ganz im Dienst der Kosmetik. Ihr Design war allein auf Funktionalität und Ästhetik ausgerichtet. Mit dem rasanten Anstieg neuer Technologien haben sich Verbrauchergewohnheiten verändert, was wiederum die Art und Weise beeinflusst hat, wie wir Produkte wahrnehmen und mit ihnen interagieren. In unserer Branche etwa erwarten wir mittlerweile so viel mehr von unserer Kosmetik: Sie soll uns nicht nur schöner machen, sondern mit Respekt gegenüber Mensch, Tier und Umwelt hergestellt, verwendet und entsorgt werden. Schmink- und Hautpflegerituale haben sich in kostbare Wohlfühlmomente verwandelt, die alle Sinne ansprechen sollen. An dieser Stelle kommt der Verpackung eine wichtige Rolle zu, da sie großen Einfluss darauf hat, welche Gefühle uns das Produkt vermittelt. Denn letztendlich fängt das Nutzererlebnis mit der Verpackung an, und darin liegt unsere Stärke!

Type image Type video Logo linkedin Logo instagram Go to